Vorsicht vor Mails mit PDF-Anhang – Erpressungstrojaner Jaff

Your files are encrypted!

Derzeit landen vermehrt E-Mails mit einem manipulierten PDF-Dokument in Posteingängen. Wer das Dokument unter Windows öffnet, kann sich die Ransomware Jaff einfangen. Diese verschlüsselt Daten und versieht sie mit der Dateiendung .wlc.

In Deutschland infizieren sich dieser Tage gehäuft Windows-Computer mit dem Erpressungstrojaner Jaff. Davor warnt das LKA Niedersachsen. Einige Opfer haben bereits heise Security kontaktiert.

Der Schädling verschlüsselt Daten und verlangt für die Freigabe ein Lösegeld in Höhe von rund 2 Bitcoin (etwa 4200 Euro). Befallene Dateien weisen die Namenserweiterung .wlc auf und lassen sich nicht mehr öffnen: Ein Foto heißt dann etwa „Urlaub.jpg.wlc“.

Momentan gibt es Sicherheitsforschern zufolge kein Entschlüsselungstool. Opfer sollten die Webseite ID-Ransomware im Blick haben: Dort kann man regelmäßig prüfen, ob es ein kostenloses Entschlüsselungstool gibt. Jaff soll auch offline funktionieren – viele Erpressungstrojaner benötigen eine Internetverbindung, um ihr Schadenswerk zu starten.

Mehrere Schritte nötig bis zur Infektion
Wie bei Ransomware üblich, setzen die Drahtzieher hinter Jaff auf gefälschte E-Mails, die eine vermeintliche, noch nicht bezahlte Rechnung mitbringen. Doch im Gegensatz zu anderen Kampagnen befindet sich hier statt einem präparierten Word-Dokument eine manipulierte PDF-Datei im Anhang.

Wer auf die Mail herein fällt und das PDF öffnet, fängt sich Jaff aber noch nicht ein. Erst muss man in der PDF-Anwendung eine Sicherheitswarnung mit einem Klick auf „OK“ abnicken. Anschließend wird ein Word-Dokument mit Makros aus dem PDF extrahiert und geöffnet. Nun muss ein Opfer noch die Makros aktivieren. Erst dann findet die Infektion mit Jaff statt.

Quelle: heise.de/security

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